Tara-Migrationsberatung im Aranat ist eröffnet

Veröffentlicht am 23.03.2017 in Pressemitteilungen

Im Frauenkommunikationszentrum Aranat wurde der neue Fachbereich Tara-Migrationsberatung offiziell eröffnet. Mit einem großen Fest feierten die beiden Organisationen Tara e.V. und Aranat e.V. ihre Fusion, präsentierten neue Räume und informierten über neue Angebote.

Es kamen über 100 Gäste aus Politik, Verwaltung, aus anderen Beratungsstellen, aus Nachbarschaft und Asylbewerber-Einrichtungen, was Vorstände und Mitarbeiterinnen aber auch Ehrenamtliche, Referentinnen und Besucherinnen beider Einrichtungen sehr freute.

"Dass Frauenberatungsstellen eine unverzichtbare Unterstützung für Frauen in Gewalt- oder anderen Not- und Krisensituationen sind, wird durch die Kriminalstatistik deutlich und durch die Nutzung der Einrichtungen", sagte Ministerin Kristin Alheit in ihrem Grußwort. In 2015 wurde die Beratung der 23 vom Land geförderten Frauenfachberatungsstellen in Schleswig-Holstein von 10.500 Frauen aufgesucht; davon in Lübeck 2.300 und davon im Frauenkommunikationszentrum Aranat 740 Frauen. Insgesamt besuchten das Frauenkommunikationszentrum Aranat in dem Jahr 1083 Frauen. Das Land Schleswig-Holstein hat 2017 bis 2019 den Frauenfachberatungsstellen und Frauenhäusern eine zusätzliche Fördersumme bewilligt für vorübergehende Bedarfe. Dadurch kann auch Aranat zusätzliche Beratungskapazitäten für die seit Jahren steigende Nachfrage einrichten.

Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Baasch (SPD) wies in seinem Redebeitrag darauf hin, dass Aranat und Tara erfolgreiche Lübecker Frauenberatungsstellen der ersten Stunde sind und dass ein finanzieller Beitrag Seitens des Landes für die Unterstützung speziell der Tara-Migrationsarbeit im Aranat in Zukunft nicht fehlen darf.

Elke Sasse, Frauenbüro der Hansestadt betonte, dass gerade Angebote für Frauen mit Migrationshintergrund in Lübeck gestärkt und gesichert werden sollen. Diese Fusion ist ein wichtiger Beitrag dazu. Krystyna Michalsky vom Paritätischen sprach von der Bedeutung, die das Konzept der Inklusion heutzutage gesellschaftlich hat. Aranat ist ein Teil dieser zeitgemäßen Haltung, die alle Bürgerinnen und Bürger in ihrer Vielfalt, zum Beispiel mit und ohne Migrationshintergrund, Gewalterfahrungen oder auch Behinderung berücksichtigt. Das Zusammenführen beider Organisationen wurde vom Paritätischen durch angeleitete Workshops unterstützt.

In ihrem Fach-Vortrag "Interkulturelle Orientierung" zeigte Dr. Christine Tuschinsky auf, dass "Kultur" nicht eine feststehende Institution ist, sondern gelebt wird und aus Zugehörigkeiten gebildet wird, die sich je nach Perspektive, Umgebung oder auch Bedingtheiten verändern. Hierbei ist es von grundlegender Bedeutung, dass der bestehende Rahmen geklärt, besprochen, und gegebenenfalls auch verändert wird. Es ist wichtig sich einander zuzuwenden, miteinander zu kommunizieren. Tara-Migrationsberatung ist ein Fachbereich im Frauenkommunikationszentrum Aranat geworden mit eigener Telefonnummer (0451/705576), Mailadresse (Tara.Migrationsberatung@aranat.de) und eigenen telefonischen Sprechzeiten (Montag 14 bis 16 Uhr, Dienstag und Donnerstag 12 bis 13 Uhr), zu denen frau auch vorbeikommen kann. "Das Haus ist ein Ort für alle Frauen und bietet Beratung, Treffpunkte und Gruppen, Veranstaltungen für alle."

Jale Isözen, Leiterin des neuen Fachbereiches Tara-Migrationsberatung im Aranat. Bei Bedarf können Beratungen auch mit Sprachmittelnden durchgeführt werden. Am 28. März beginnt der Präventionskurs "Stress lass nach" besonders für Frauen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund um 17 Uhr mit der Kursleiterin Magdalena Draniewicz. In Kooperation mit Ton-Talente e.V. und Flow der Gemeindediakonie wird ein Frauen-Musik-Treff angeboten dienstags 16 bis 19 Uhr mit Kinderbetreuung im Meesenring 2 (Ton-Talente) und am 8. April von 11 bis 17 Uhr bei Aranat, Steinrader Weg 1.

Der spätere Nachmittag und Abend wurde zur Begegnung und Vernetzung genutzt. Die neuen Beratungs-Räume wurden mit allen Gästen gefüllt. Buffet, Gitarrenmusik, Lesung, Drum-Circle und Tanz boten Aspekte kultureller Begegnung und trugen zu einer lockeren Atmosphäre bei.

"Nun gibt es für die neue Einrichtung eine schöne gemeinsame Aufgabe, sich in Vielfalt zu begegnen und Nutzerinnen auch in schwierigen Lebenssituationen darin zu unterstützen, neue Wege zu finden oder auch zu erfinden", so Martha Deegen, Aranat.

 

Vita& Kontakt

Staatlich geprüfte Erzieher, Jahrgang 1957, Verheiratet, Lübecker; Tel.: 0451/7027220; Mail:w.baasch@spd.ltsh.de

Landtagsarbeit

Mitglied des Fraktionsvorstands, Vorsitzender des Arbeitskreises Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie, Gleichstellung , sozial- und behindertenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Sprecher für Arbeitsmarkt und Gewerkschaften sowie Mitglied im Sozialausschuss des Landtages

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