Waldkindergärten haben unsere volle Unterstützung!

Veröffentlicht am 23.02.2017 in Pressemitteilungen

Ein überflüssiger Antrag und der Versuch sich mit viel Getöse in den Mittelpunkt zu stellen. Auch der CDU-Landtagsfraktion wäre es möglich gewesen einen Blick auf die Internetseite des Bundesverbandes der Natur und Waldkindergärten in Deutschland e.V. zu werfen. Und wenn die CDU-Fraktion dann mit ein wenig Ausdauer die schleswig-holsteinische Seite des Bundesverbandes der Natur - und Waldkindergärten aufgerufen hätte und gelesen hätte, dass es in Schleswig-Holstein allein über diesen Bundesverband fast 100 Natur- und Waldkindergärten gibt, dann kann von einer Krise oder gar existenziellen Zukunftsangst der Natur- und Waldkindergärten in Schleswig-Holstein niemand reden.

Wenn der Antrag der CDU und die Debatte heute zum Thema Natur- und Waldkindergärten dazu dienen soll ein Bekenntnis abzulegen, dann will ich dem gerne nachkommen. Ja, die Natur- und Waldkindergärten in Schleswig-Holstein haben unsere volle Unterstützung. Natur- und Waldkitas sind ein Teil der pädagogischen Vielfalt und tragen dazu bei, das Umweltbewusstsein bei Kindern früh zu fördern,  und direkte Erfahrungen in der Natur zu machen und dem nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Natur zu lernen.

Es gilt hier der einfache Grundsatz: Was Kinder schätzen lernen, werden sie auch schützen. Dass nun die Diskussion um einen Bauwagen in Bokhorst dazu führt, dass die CDU-Fraktion nun die Zukunft der Natur- und Waldkindergärten in Schleswig-Holstein in Gefahr sieht, ist eher abenteuerlich und ein Zeichen für ungeübte Erlebnispädagogik in der CDU-Fraktion. Nach Schweinefleischpflicht für Kitas kommt jetzt das Angstmachen vor ministeriellem Handeln. Dabei sind Natur- und Waldkindergärten ein festes Element in der Kindergartenlandschaft. Natürlich müssen aber auch Natur- und Waldkindergärten Sicherheit- und Qualitätsstandards gewährleisten. Und dabei muss die Sicherheit der Kinder und ihrer Betreuerinnen und Betreuer immer oberste Priorität haben. Dazu gehört, dass Rettungswege frei zugänglich sind, dass Bauwagen sicher sind und dass die dazugehörenden Qualitätsstandards auch überprüft werden müssen. Dies gehört zur Verantwortung die wir gegenüber allen Beteiligten und von allen Beteiligten einfordern müssen. Und wenn es im Einzelfall – wie in Bokhorst – Probleme gibt, dann ist es auch gut, diese Probleme in einem konstruktiven Dialog  mit allen Beteiligten zu lösen. Und genau deshalb ist die Einberufung eines runden Tisches, um einen solchen konstruktiven Dialog zu führen, genau richtig und nicht zu kritisieren. Und enden will ich mit zwei Zeilen, die ein wenig abgewandelt aus dem Kinderlied vom Baggerführer Willibald stammen könnten:

„Die CDU steht meistens rum und redet laut und dumm.“

Aus der Geschichte vom Baggerführer Willibald von Dieter Süverkrüp.

 

 

Vita& Kontakt

Staatlich geprüfte Erzieher, Jahrgang 1957, Verheiratet, Lübecker; Tel.: 0451/7027220; Mail:w.baasch(at)spd.ltsh.de

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Mitglied des Fraktionsvorstands, Vorsitzender des Arbeitskreises Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie, Gleichstellung , sozial- und behindertenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Sprecher für Arbeitsmarkt und Gewerkschaften sowie Mitglied im Sozialausschuss des Landtages

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